Navigation überspringen Hauptmenue:
  • Leistungen
  • Über mich
  • Themen
    • Rezepte
    • Ernährungsirrtümer
    • Ernährung in Zahlen
  • Online-Beratung
  • Startseite
  • Kontakt

Ernährungsirrtümer

Zitrusfrüchte haben das meiste Vitamin C
Stimmt nicht. Die schwarze Johannisbeere enthält dreimal so viel, nämlich 177 mg/100 g. 100 g rote Paprika enthalten 140 mg, wohingegen 100 g Zitronenfleisch 53 mg und 100 g Grapefruit 44 mg Vitamin C enthalten.
Von Vitaminen kann man nie genug haben.
Stimmt nicht. Im Gegenteil, es kann sogar zu Überdosierungen kommen, wie z.B. beim Vitamin A, das bei Rauchern während einer Studie zu vielfachen Neuerkrankungen an Lungenkrebs geführt hat.
Im allgemeinen aber nehmen viele Menschen bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe in zu geringen Mengen auf, wie z.B. Folsäure oder Kalzium - und das, obwohl wir durch das immer größere Angebot an Lebensmitteln immer besser versorgt sind und fettlösliche Vitamine sogar in unserem Fettgewebe speichern können. Vitaminmangel ist vor allem bei denjenigen der Fall, die sich sehr einseitig und unregelmäßig ernähren. Vitamine aber sind lebenswichtige Nährstoffe. Daher empfiehlt die DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung, fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. So sind wir immer ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt. Zudem nehmen wir mit diesen pflanzlichen Lebensmitteln Ballaststoffe und so genannte sekundäre Pflanzenstoffe/bioaktive Substanzen auf, die viele verschiedene positive Einflüsse auf unsere Gesundheit haben.
Diese Vielfalt leistet kein Nahrungsergänzungsmittel, stattdessen ist hier die Gefahr der Überdosierung hoch. Bei manchen Menschen ist der Bedarf an einigen Nährstoffen jedoch erhöht, z.B. bei Schwangeren, oder kann nicht durch die tägliche Ernährung gedeckt werden, z.B. bei sehr alten Menschen. Dann sollte in Absprache mit dem Arzt und einer Ernährungsberaterin die Aufnahmemenge durch Nahrungsergänzungsmittel angepasst werden.
Früher waren die Lebensmittel gehaltvoller und hochwertiger als heute.
Stimmt nur bedingt. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt hat keineswegs seit damals abgenommen. Vielmehr gibt es Unterschiede in den Gehalten unter den verschiedenen Sorten. So z.B. beim Apfel: Früher wurde eher das Obst und Gemüse der Saison verzehrt, das zudem aus der Umgebung kam. Dadurch waren die Lebensmittel oftmals frischer als heute. Hält man sich jedoch an diese Einkaufsgewohnheiten von früher, lagert Obst und das Gemüse nur kurz und bereitet es schonend zu, so steht uns alles zur Verfügung, was uns diese Lebensmittel bieten.
Zu viel Salz erhöht den Blutdruck.
Stimmt nur zum Teil. Leidet ein Patient unter hohem Blutdruck, dann wird ihm eine salzarme Kost empfohlen. Salz hält Flüssigkeit in den Gefäßen und führt zu Kontraktionen der Gefäßwände. Aber nicht bei jedem führt das zu erhöhtem Blutdruck. Wer jedoch davon betroffen ist, sollte sich trotzdem salzarm (maximal sechs Gramm / Tag) ernähren. Kann der Blutdruck nicht normalisiert werden, kann man später die Salzmenge eventuell wieder erhöhen.
Spinat und Pilze darf nicht wieder aufwärmen.
Stimmt nicht. Nachdem Spinat und Pilze zubereitet wurden, können sie wieder aufgewärmt werden. Hinter der überlieferten Annahme steckt die Tatsache, dass diese Lebensmittel schnell verderben können. Darum ist es wichtig, sie nach der Zubereitung schnell abzukühlen und dann im Kühlschrank zu lagern. Dann kann das Wachstum der Keime aufgehalten werden. Auch langes Warmhalten sollte darum vermieden werden.
Süßstoff macht hungrig.
Stimmt nicht. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob Süßstoff nun den Appetit anregt und damit dazu führt, dass Menschen, die abnehmen wollen und deshalb auf Süßstoff zurück greifen, im Endeffekt mehr essen. Das liegt angeblich daran, dass der Süßstoff durch den süßen Geschmack dem Körper signalisiert, es würde Zucker gegessen. Daraufhin wird Insulin ausgeschüttet, doch weil ja tatsächlich kein Zucker kommt, bekommt man angeblich Appetit, um Zucker für das nun vorhandene Insulin zu liefern. Doch laut einiger Studien hat Süßstoff keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Als Beweis für die appetitanregende Wirkung wurde sogar berichtet, dass Süßstoff in der Ferkelmast eingesetzt wird. Das wird aber nur getan, weil das Futter nicht so süß schmeckt wie die Muttermilch und die Ferkel sonst weniger fressen würden. Süßstoff kann jedoch dazu führen, dass im Endeffekt mehr gegessen wird, weil jemand wohlmöglich in Versuchung gerät, z.B. anstatt eines Joghurts zwei zu essen, da der Süßstoff-Joghurt ja weniger Energie hat. Zweitens besteht die Gefahr, dass man nicht richtig satt ist nach einem mit Süßstoff gesüßtem Lebensmittel. Denn der Blutzuckerspiegel steigt nach dem Verzehr ja eben nicht an, was ansonsten zu einer Sättigung führen würde. Und drittens steigt die Süßschwelle. Das heißt, dass bei jemandem alles ziemlich süß schmecken muss. Denn mit Süßstoff gesüßte Lebensmittel sind sehr süß und man kann sich daran gewöhnen. Es fällt dann schwer, Zucker im Allgemeinen zu reduzieren. Probieren Sie sich aus, womit Sie am besten zurecht kommen. Hilft Ihnen der Süßstoff Energie einzusparen, dann nutzen ihn Sie ruhig.
Kaffe entwässert den Körper.
Stimmt nur bedingt. Koffein hat eine entwässernde Wirkung, aber nur bei Menschen, die nur ab und zu Kaffee trinken und nicht daran gewöhnt sind. Trinken Sie regelmäßig Kaffee, dann hat das Koffein erst in größeren Mengen die besagte Wirkung, also ab einer Menge von drei bis fünf Tassen.
Rohkost ist gesünder als gegartes Gemüse.
Stimmt nur teilweise. Es gibt Vitamine, die durch Erhitzen zerstört werden, wie z.B. das Vitamin C. Hier gehen beim Kochen von Gemüse durchschnittlich 45% verloren, beim Dünsten 23%. Andererseits können durch das Garen viele Nährstoffe besser ausgenutzt werden. So z.B. das Lycopin, ein Carotinoid, das gegen Krebs helfen kann. Im Tomatenmark liegt der Anteil an Lycopin etwa 10-mal höher als in der frischen Tomate. Zudem können durch Garen pflanzliche Proteine leichter verdaut und unerwünschte Begleitstoffe unwirksam gemacht werden, wie z.B. Vitamin-C-zerstörende Enzyme, Giftstoffe, wie sie z.B. in rohen Bohnen vorhanden sind oder schädliche Mikroorganismen. Empfehlung: Essen Sie Gemüse teils roh, teils gegart und achten Sie auf eine schonende Zubereitung.

nach oben